MEINE METHODIK

Therapie bedeutet nicht nur das Lösen von Problemen, sondern auch das Erreichen von innerem Frieden. – Indische Weisheit





Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen und seine persönliche Art mit, mit Belastungen und Herausforderungen umzugehen. Seelische und psychosomatische Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben und in verschiedenen Zusammenhängen entstehen.

In meiner Arbeit geht es zunächst darum, gemeinsam zu verstehen, was Sie beschäftigt und welche Zusammenhänge dabei eine Rolle spielen. Daraus können sich neue Perspektiven und Möglichkeiten entwickeln. Manchmal geht es um Veränderung, manchmal um Entlastung und Orientierung, um einen Ansprechpartner für das eigene Leid oder darum, einen guten Umgang mit einer schwierigen Lebenssituation zu finden.

Dabei orientieren wir uns an Ihrem persönlichen Anliegen und daran, welche Möglichkeiten sich in Ihrer jeweiligen Situation für Sie ergeben und welche Wege Sie gehen möchten.

 

Therapeutische Methoden & Behandlungsmöglichkeiten:

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Psychoanalytische Haltung
  • Katathym-imaginative Psychotherapie (KIP)
  • Traumatherapeutische Stabilisierungselemente
  • Medikamentöse Therapie
  • ADHS-Diagnostik und -Behandlung


Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Ich arbeite überwiegend im Rahmen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Sie konzentriert sich auf aktuelle Belastungen, innere Konflikte und wiederkehrende Beziehungsmuster, deren Ursprünge häufig in früheren Erfahrungen liegen.

Im Mittelpunkt steht das gemeinsame vertrauliche Gespräch. Dabei versuchen wir zu verstehen, was Sie gegenwärtig beschäftigt, welche Gefühle und Reaktionen damit verbunden sind und welche inneren Zusammenhänge eine Rolle spielen. Frühere Erfahrungen werden dort einbezogen, wo sie zum Verständnis heutiger Schwierigkeiten beitragen.

Ziel ist es, sich selbst und die eigenen Reaktions- und Beziehungsmuster besser zu verstehen. Daraus können sich andere Sichtweisen und Möglichkeiten entwickeln, mit Belastungen, Konflikten und schwierigen Lebenssituationen umzugehen.

Zugleich kann Psychotherapie dabei helfen, eigene Gefühle und Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen, einen angemesseneren Umgang mit ihnen zu finden und ein stimmigeres inneres Gleichgewicht zu entwickeln. So können sich eigene Perspektiven und Wege eröffnen, die zur persönlichen Lebenssituation passen.

Die Gespräche finden im Gegenübersitzen statt, in der Regel wöchentlich oder alle 14 Tage.

 

 

Psychoanalytische Haltung

Ein wesentlicher Aspekt psychoanalytischen Denkens besteht darin, nicht nur zu verstehen, was uns beschäftigt, sondern auch, was wir dabei fühlen und erleben. Dabei können innere Widersprüche, wiederkehrende Muster und Reaktionen eine Rolle spielen, die zunächst vielleicht schwer verständlich erscheinen.

Auch Erfahrungen aus früheren Beziehungen können unser heutiges Erleben beeinflussen. Manchmal zeigen sich vertraute Gefühle und Erwartungen auch in der therapeutischen Beziehung. Sie können dort gemeinsam wahrgenommen und verstanden werden, ohne dass jedes Erleben vorschnell erklärt werden muss.

Dabei geht es nicht darum, für alles eine Ursache in der Vergangenheit zu suchen. Entscheidend ist vielmehr, Zusammenhänge dort zu erkennen, wo sie für das heutige Erleben und Handeln bedeutsam sind.

So kann nach und nach ein besseres Verständnis für sich selbst, die eigenen Gefühle und wiederkehrende Schwierigkeiten entstehen – und damit auch die Möglichkeit, anders mit ihnen umzugehen.

 

Katathym-imaginative Psychotherapie (KIP)

Die Katathym-imaginative Psychotherapie (KIP) arbeitet mit inneren Bildern und Vorstellungen, die in einem entspannten Zustand entstehen können. Dabei können Gefühle, Erinnerungen und innere Themen auf eine andere Weise zugänglich werden als allein über das Gespräch.

Die Arbeit mit inneren Bildern eröffnet einen weiteren Zugang zum eigenen Erleben und kann dazu beitragen, Gefühle und innere Zusammenhänge besser wahrzunehmen und zu verstehen.

Sie kann insbesondere bei psychosomatischen Beschwerden, inneren Konflikten, in belastenden Lebenssituationen und zur Stabilisierung im Zusammenhang mit Traumata die psychotherapeutische Arbeit ergänzen.

Ich setze Elemente der KIP individuell und nur dann ein, wenn sie zur jeweiligen Situation und zum persönlichen Erleben passen.

 

Traumatherapeutische Stabilisierungselemente

Als traumatisch können Erfahrungen erlebt werden, die die seelische Verarbeitungsfähigkeit eines Menschen zum Zeitpunkt des Geschehens überfordern. Sie können lange nachwirken und sich in Gefühlen, körperlichem Erleben und Beziehungen immer wieder bemerkbar machen.

In meine tiefenpsychologisch fundierte Arbeit beziehe ich bei Bedarf traumatherapeutische Stabilisierungselemente ein. Dazu gehören insbesondere imaginative und ressourcenorientierte Verfahren. Sie können dazu beitragen, dass belastende Erfahrungen ihren Charakter des unmittelbaren Wiedererlebens verlieren und zunehmend als etwas Vergangenes in die eigene Lebensgeschichte eingeordnet werden können.

Viele belastende und traumatische Erfahrungen lassen sich auf diese Weise im Rahmen der psychotherapeutischen Arbeit verarbeiten.

Bei sehr schweren Traumatisierungen kann ich stabilisierend und vorbereitend begleiten; die weitere Behandlung gehört dann in die Hände entsprechend erfahrener Traumatherapeutinnen und Traumatherapeuten oder in einen geeigneten stationären Rahmen.

 

Medikamentöse Therapie

Als Fachärztin kann ich eine psychotherapeutische Behandlung bei entsprechender Indikation auch medikamentös unterstützen. Dies kann beispielsweise bei Depressionen, Ängsten, bestimmten psychosomatischen Beschwerden und insbesondere bei ADHS sinnvoll sein.

Ob eine medikamentöse Behandlung infrage kommt, wird individuell besprochen und gemeinsam abgewogen. Dabei berücksichtige ich die Beschwerden, die persönliche Situation, mögliche Vorerkrankungen sowie erwünschte Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen.

Medikamente sind dabei in der Regel Teil eines umfassenderen Behandlungskonzeptes. Bei ADHS kann eine medikamentöse Behandlung jedoch auch für sich allein ausreichend sein.

 

ADHS-Diagnostik und -Behandlung

Bei Erwachsenen kann ADHS sehr unterschiedlich in Erscheinung treten und lange unerkannt bleiben. Eine sorgfältige Diagnostik berücksichtigt deshalb nicht nur einzelne Symptome, sondern auch die persönliche Entwicklung, die Lebensgeschichte und die aktuelle Lebenssituation.

Zur diagnostischen Abklärung gehören ausführliche Gespräche, standardisierte Fragebögen und Tests sowie – soweit möglich – Informationen über die Entwicklung seit Kindheit und Jugend. Dabei werden auch andere mögliche Ursachen der Beschwerden berücksichtigt.

Wenn sich ein ADHS bestätigt, besprechen wir gemeinsam, welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen. Häufig steht zunächst eine medikamentöse Behandlung im Vordergrund. Je nach individuellem Bedarf können Psychoedukation, psychotherapeutische Begleitung und konkrete Hilfen für den Alltag hinzukommen.

Die weitere Behandlung kann je nach Bedarf und verfügbaren Kapazitäten in meiner Praxis oder durch andere ärztliche und psychotherapeutische Behandler erfolgen.

Weitere Informationen zu ausgewählten Aspekten von ADHS finden Sie auf den entsprechenden Seiten meiner Website. Ausführliche allgemeine Informationen und FAQs zum Thema ADHS im Erwachsenenalter finden Sie außerdem auf der Website von Dipl.-Psych. Nicolai Semmler (www.adhs-erwachsene.net).

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