ERSTGESPRÄCH & ABLAUF

Der erste Schritt: ein ausführliches Beratungsgespräch.

Das Erstgespräch dauert 90 Minuten und bietet Ihnen Zeit und Raum, Ihr Anliegen in Ruhe zu schildern. Gemeinsam versuchen wir, einen ersten Eindruck davon zu gewinnen, was Sie beschäftigt, welche Zusammenhänge eine Rolle spielen könnten und welche weiteren Schritte sich daraus ergeben können.

Dabei sprechen wir unter anderem über:

  • Ihren Anlass für die Kontaktaufnahme
  • Ihre aktuelle Lebenssituation und wichtige persönliche Rahmenbedingungen
  • erste biografische Aspekte
  • Ihre Erwartungen und Wünsche
  • mögliche weitere Schritte
  • Fragen zu Schweigepflicht, Kosten und Ablauf

Wie geht es weiter?

Nach dem Erstgespräch kann unsere gemeinsame therapeutische Arbeit beginnen – ein Prozess, in dem Sie sich mit Ihrem inneren Erleben vertrauter machen können. Dabei begleite ich Sie aufmerksam und wir versuchen gemeinsam zu verstehen, was Sie beschäftigt und was möglicherweise hinter Ihren Schwierigkeiten liegt.

Hilfreich kann dabei das Bild eines inneren Teams sein:
Verschiedene Seiten von uns können unterschiedliche Bedürfnisse haben und miteinander in Konflikt geraten. Manche sind sehr präsent – etwa eine innere Stimme, die fordert und kontrolliert. Andere, beispielsweise erschöpfte, verletzte oder ängstliche Seiten, sind vielleicht weniger hörbar und machen sich eher indirekt bemerkbar: durch innere Anspannung, Schmerzen oder das Gefühl, blockiert zu sein.

Auch psychosomatische Beschwerden können mit einem solchen inneren Ungleichgewicht zusammenhängen. Im therapeutischen Gespräch entsteht Raum, diesen Signalen nachzugehen und das eigene Erleben besser kennenzulernen – mit Neugier und einer Haltung, die nicht bewertet, sondern verstehen will.

Auf diesem Weg kann sich ein besseres inneres Gleichgewicht entwickeln. Eigene Gefühle und Bedürfnisse können bewusster wahrgenommen, besser verstanden und angemessener berücksichtigt werden. Daraus können sich persönliche Perspektiven und Wege entwickeln, mit sich selbst, anderen Menschen und schwierigen Lebenssituationen stimmiger umzugehen.

Wann kann eine ADHS-Abklärung sinnvoll sein?

Manchmal zeigt sich im Gespräch ein anderes oder zusätzliches Bild. Wenn Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Konzentration, innerer oder äußerer Unruhe, Impulsivität, Selbstorganisation oder emotionaler Regulation bereits seit der Kindheit bestehen und sich in unterschiedlichen Lebensbereichen bemerkbar machen, kann sich die Frage nach einem ADHS stellen.

Auch wiederkehrende Überforderung und Erschöpfung können Anlass sein, genauer hinzusehen – besonders wenn alltägliche Anforderungen dauerhaft nur mit großer Anstrengung, starker Selbstkontrolle oder immer neuen Kompensationsstrategien bewältigt werden können.

In solchen Fällen kann eine diagnostische Abklärung helfen zu unterscheiden, welche Schwierigkeiten mit einem ADHS zusammenhängen könnten und welche anderen Ursachen haben. Daraus lässt sich ableiten, welche weiteren Schritte und Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.

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